HSV

Der kleine Verein mit dem großen Namen HSV
 
Erst seit 1933 gab es die „Heilbronner Spielvereinigung 07“, die ihren Ursprung im 1907 gegründeten „Sportverein Adler 07“ hat. Am 31. Mai 1913 verschmolzen die „Heilbronner Fußball-Gesellschaft“ und der „Adler“ zur „Heilbronner Fußballvereinigung“.
 
Allen schien dies nicht gefallen zu haben, denn nach dem 1. Weltkrieg erfolgte am 5. Februar 1919 die Neugründung des Vereins „Adler“ mit dem Heilbronner Schreiner Eugen Baumann als Vorsitzendem.
 
Beim alten Namen blieb es nicht, ab 1927 nennen die „Adler“ sich „Sportclub 07“. Im finsteren Jahr 1933 wird die Fusion von „Sportclub 07“, dem „Arbeiter-Rasensportverein“ und dem VfB Heilbronn zwangsweise angeordnet. Der Fusionsverein erhält den Namen „Heilbronner Spielvereinigung 07“ und erlebt in den 30er Jahren einen sportlichen Höhenflug, der im Gewinn der Meisterschaft der Bezirksliga Unterland 1939 gipfelt.
 
Das alte HSV-Gelände auf den Böckinger Wiesen war nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr bespielbar. Fast ein Jahrzehnt war man Gast auf dem betriebseigenen Sportgelände der Firma Knorr, ehe die Stadt dem Verein 1954 einen Sportplatz an der Badstraße beim Kanalhafen zur Verfügung stellte, wo eine alte Schulbaracke als Vereinsheim diente.
 
Wiederum ein Jahrzehnt später wurde im Oktober 1965 stolz das neue HSV-Vereinsheim eingeweiht, das bis heute erhalten ist und von der DLRG genutzt wird.
 
Ein Glücksfall war nicht nur für die Stadt Heilbronn die Landesgartenschau 1985. Neben dem Park wurde in den Wertwiesen auch ein Sportgelände mit zwei Rasenplätzen und einem Hartplatz erstellt und an die HSV vermietet. Nur dem großen Engagement vieler Mitglieder war es zu verdanken, dass das von Architekt Hugo Krach entworfene Vereinsheim im Mai 1985 eingeweiht werden konnte.
 
Zur endgültigen HSV-Heimat wurden die Wertwiesen gleichwohl nicht. Die vor 106 Jahren als „Adler 07“ gegründete HSV hatte sich 2003 zur Fusion mit dem VfR Heilbronn entschieden, statt rascher sportlicher Erfolge aber erst Turbulenzen erlebt und nach überstandenem Insolvenzverfahren 2005 einen Neuanfang gewagt.
 
Mit dem teils wehmütigen Auszug aus den Wertwiesen und dem als große Chance verstandenen Einzug ins ehemalige VfR- und HSV-Sportgelände an der Badstraße wollte der junge FC Heilbronn an die guten Seiten der alten Tradition anknüpfen.