Verdienter erster Heimdreier 2019

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92b4ea5c c32b 4a25 af29 ef11cefb1855Nach dem ersten Auswärtssieg letzte Woche in Dürrenzimmern, konnten die Adler gegen den FV Wüstenrot nachlegen und auch den ersten Heimdreier im Jahre 2019 einfahren und bleiben daher weiter in der Erfolgsspur. Gegen Wüstenrot war allerdings eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit erforderlich, um die Punkte am "See" zu behalten.

In einer schwachen ersten Halbzeit fanden die Adler zunächst keine Mittel, um sich gegen tiefstehende Wüstenroter entscheidend in Szene zu setzen. Den ersten Torschuss verbuchten dabei sogar die Gäste, Tim Gondek hatte Mühe den Aufsetzer von Rouven Braun zur Ecke zu klären. Mit der ersten Gelegenheit gingen die Adler in Führung. Nach einem Ballverlust der Gäste im eigenen Strafraum wurde Seba Öztürk zu Fall gebracht und der Schiedsrichter entschied zum ersten Mal in diesem Spiel auf Elfmeter. Seba Öztürk verwandelte selber und traf in den rechten oberen Torwinkel. Trotz der Führung blieb das Spiel zerfahren und hatte keine großen Höhepunkte. Nachdem Seba Öztürk nach 22 Minuten aus knapp 20 Metern verzog, kamen die Gäste 2 Minuten später etwas überraschend zum Ausgleich. Der starke Mario Greiner erkannte, dass FCU Torhüter Tim Gondek viel zu weit vor seinem Tor stand und erzielte mit einem sehenswerten Heber aus ca. 20 Metern den Ausgleich. Die Wüstenroter hatten nun etwas Oberwasser und Fabio Schumacher kam anschließend noch zu zwei weiteren Gelegenheiten. Einmal war sein Abschluss aus der Drehung zu schwach, Tim Gondek konnte sicher halten, und beim zweiten Mal traf er aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. Kurz vor der Halbzeit fand auf der Gegenseite eine scharfe Hereingabe von Seba Öztürk in der Mitte keinen Abnehmer und so blieb es beim 1:1 zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Adler wie verwandelt mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine. Endlich wurden die Gäste gehörig unter Druck gesetzt und Tempo gemacht. Hilfreich war dabei auch der schnelle Führungstreffer. Nach einem hohen Ball von Philip Melzer verschätzte sich die Defensive der Gäste völlig, Günter Schmidt hatte freie Bahn und ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zum 2:1. Die Adler waren nun wie entfesselt, versäumten es aber nachzulegen. Nach schönem Zusammenspiel mit Günter Schmidt tauchte Seba Öztürk nach 49 Minuten alleine vor dem Tor auf, anstatt aber selber abzuschließen, versuchter er querzulegen, Wüstenrots Torhüter Markus Hein hatte jedoch aufgepasst und schnappte sich das Leder im letzten Moment. Weitere 2 Minuten später war es erneut der sehr agile Seba Öztürk, der aus ca. 16 Metern abzog und das Tor nur ganz knapp verfehlte. Die Gäste tauchten in der zweiten Halbzeit nach 62 Minuten zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor der Adler auf. Kai Stettner steckte auf Mario Greiner durch und der verfehlte das Adler-Gehäuse aus der Drehung nur denkbar knapp. Fast im Gegenzug war Seba Öztürk im Strafraum der Gäste wiedermal nicht zu halten, wurde zu Fall gebracht und diesmal verwandelte Frank Silvain Teku den fälligen Strafstoß sicher zur beruhigenden 3:1 Führung. Im Gefühl des scheinbar sicheren Vorsprungs schalteten die Adler einen Gang zurück und setzten erst mal nicht weiter nach. Erst nach 74 Minuten legte der an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligte Seba Öztürk auf Okan Kandil zurück, dessen Abschluss war jedoch etwas zu hoch angesetzt. Eigentlich hatten die Adler die Begegnung im Griff, doch in der 79. Minute gelang den Gästen überraschend der Anschlusstreffer. Zunächst wehrte Tim Gondek gegen Fabio Schumacher noch glänzend ab, doch gegen den Nachschuss von Mario Greiner war er machtlos. Die Adler zeigten aber die richtige Reaktion. Als sie merkten, dass es nochmals eng werden könnte, zogen sie das Tempo wieder etwas an und ließen dem Gegner keine Gelegenheit mehr, um noch zu einem weiteren Treffer zu gelangen. Im Gegenteil. Als Michael Wodarz nach 85 Minuten in der eigenen Hälfte einen Zweikampf gegen Mario Greiner gewann, Seba Öztürk mit einem langen Ball auf die Reise schickte und dieser präzise in die Mitte passte, war Torjäger Günter Schmidt zur Stelle und schloss überlegt zum 4:2 und damit endgültigen Entscheidung ab. Wüstenrot resignierte jetzt und hatte Glück, dass den Adlern in der Schlussphase nicht noch mehr Treffer gelangen. Frank Silvain Teku scheiterte aus spitzem Winkel an Markus Hein, Seba Öztürk schoss aus 20 Metern knapp vorbei und nach einer tollen Kombination zwischen Leotrim Qorri und Günter Schmidt scheiterte Seba Öztürk am fantastisch reagierenden Schlussmann der Gäste. Schließlich verzog in der Nachspielzeit auch noch Kevin Herrmann nach einem Alleingang und so blieb es am Ende beim hochverdienten 4:2 Erfolg der Adler.

Nach einer überschaubaren ersten Hälfte, fanden die Adler in der zweiten Halbzeit zu ihrem gewohnten Kombinationsspiel und bleiben dem Führungsduo Brackenheim und Leingarten daher weiter auf den Fersen. Gegen die momentan in bestechender Form befindliche SG Bad Wimpfen ist nächste Woche aber eine über 90 Minuten konzentrierte Vorstellung erforderlich, um auch dort etwas zählbares mitnehmen zu können.

22. Spieltag am 24.03.2019:FC Union Heilbronn - FV Wüstenrot 4:2 (1:1)

FC Union Heilbronn: Tim Gondek, Philip Melzer, Renas Hemo, Michael Wodarz, Ramazan Aras, Dardan Zejnaj (46. Kevin Herrmann), Sascha Gotthardt (75. Leotrim Qorri), Muhammed Yücel (46. Okan Kandil), Mike Fredman (46. Frank Silvain Teku), Sebahattin Öztürk, Günter Schmidt

FV Wüstenrot: Markus Hein, Chris Beck, Marek Heichele, Hans Günther Liebendörfer, Timo Bosch (86. Lukas Wagner), Luca Schumacher, Steffen Braun (75. Louis Seeger), Rouven Braun, Kai Stettner, Fabio Schumacher, Mario Greiner

Tore: 1:0 Sebahattin Öztürk (16., Foulelfmeter), 1:1 Mario Greiner (24.), 2:1 Günter Schmidt (47.) 3:1 Frank Silvain Teku (64., Foulelfmeter), 3:2 Mario Greiner (79.), 4:2 Günter Schmidt (85.)

Zuschauer: 140

Schiedsrichter: Lars Diesinger (Backnang)

Gelbe Karten: FC Union Heilbronn: Dardan Zejnaj (13.), Michael Wodarz (46.)

                       FV Wüstenrot: Steffen Braun (61.), Fabio Schumacher (73.), Marek Heichele (77.)

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